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Das Ende von Battlefield 5 ist traurig, kommt aber nicht unerwartet. Ein Rückblick auf zwei Jahre voller Niederlagen.

Mit Kapitel 6 endet der Content-Support für Battlefield 5. Im Juni soll es noch ein Update mit neuen Inhalten geben, danach ist Schluss. Diese Nachricht traf Battlefield-Fans auf der ganzen Welt wie ein Schlag in die Magengrube - und kommt doch nicht ganz unerwartet.

Denn Battlefield 5 hatte trotz seiner Gameplay-Stärken von Anfang an einen schweren Stand und keinen guten Ruf in der Community. Was ist schief gegangen?

Der vernichtende Reveal-Trailer

Schon lange vor Release zeichnete sich ab, dass Battlefield 5 es womöglich schwer haben könnte: Der Enthüllungs-Trailer vom Mai 2018 wurde mit Downvotes wütender Fans überschwemmt. Denn der Stil wirkte für Fans der Marke befremdlich bunt, die Action übertrieben und Charaktere mit Roboter-Armen und Kriegsbemalung sorgten für Stirnrunzeln.

Zu dem Versprechen, ein taktischeres Battlefield für Hardcore-Fans abzuliefern, schienen die Szenen jedenfalls so gar nicht zu passen. Spieler waren skeptisch, ob es sich wirklich um das Battlefield handeln würde, das man sich gewünscht hatte - eine spektakuläre Rückkehr in das WW2-Setting von Battlefield 1942 mit den altbekannten Stärken der Serie. Trauriges Ergebnis: Einbrüche bei den Vorbestellungen und über 500.000 Daumen nach unten auf Youtube.

Die unklare Ausrichtung

Dice und EA hatten Battlefield 5 als realistischer, taktischer und erbarmungsloser beworben (und in der Alpha auch präsentiert), als man es bisher von der Serie gewohnt war. Das Attrition-System sollte Spieler mit konstantem Munitionsmangel konfrontieren, Lebenspunkte regenerierten sich nicht mehr automatisch und mangels 3D-Spotting waren Gegner schwerer erkennbar.

Doch die Vision von einem Hardcore-Battlefield war wackelig und letztlich inkonsequent. Das begann schon in der Beta: Plötzlich gab's doch mehr Munition für Spieler und mehr Medizinkisten auf den Maps. Später experimentierte man mit neuen Arten von 3D-Spotting. Andere Hardcore-Mechaniken wie das In-Deckung-Ziehen von verwundeten Kameraden wurden nie umgesetzt. Eine klare Vision und Richtung für Battlefield 5 ging immer weiter verloren.

Das mangelhafte Progression-System

Wenn eine Woche nach Release bereits die ersten Spieler das Maximal-Level erreicht haben und weitere Freischaltungsoptionen verlangen, ist das schon mal ein schlechtes Zeichen. Battlefield 5 konnte einfach nicht genug Belohnungen und Unlocks auffahren, um Spieler für hunderte Stunden bei der Stange zu halten. Das besserte sich zwar mit der Einführung der Tides of War, aber für Freunde von gepflegtem Grinding war da der Zug längst abgefahren.

Spieler waren außerdem enttäuscht von den Anpassungsoptionen. Denn statt ausgiebiger Waffen-Bastelei gab's kaum mehr als eine Handvoll Aufsätze, die meist auch noch rein optischer Natur waren. Die versprochene Fahrzeug-Anpassung wurde viel zu spät nachgeliefert. Verdiente Ingame-Währung kam gar nicht oder verspätet bei Spielern an. Und Doppel-XP-Events waren »technisch nicht möglich«.

Das Hin und Her mit dem Gunplay

Eine der größten Stärken zum Release von Battlefield 5 war das Gunplay und das Waffenverhalten. Zwar war das System nicht perfekt, hätte aber mit ein paar kleinen Verbesserungen verdammt nah rankommen können. Aber schon drei Wochen nach dem Launch entscheid sich Dice für eine Anpassung - die Time to Kill (TTK) sei zu kurz und das Spiel deshalb zu hart. Das führte zum ersten Aufschrei aus der Community - immerhin hatte man ja ein realistischeres Battlefield versprochen!

Die Änderungen wurden zurückgenommen, aber die Geschichte wiederholte sich: Nach dem eigentlich fantastischen Pazifik-Update mit neuen Fraktionen, Maps und Waffen, wurde die TTK erneut geändert - und erneut waren Fans außer sich. Erst nach knapp drei Monaten wurde wieder eine gute Waffen-Balance hergestellt. Die Entwickler hatten erneut demonstriert, dass man sich mit dem eigenen Produkt absolut unsicher war.

Der mangelhafte Content-Nachschub

Battlefield 5 wurde vermarktet als Live-Service-Spiel und sollte Fans mitnehmen auf eine »Reise durch den Zweiten Weltkrieg«. Statt die Community mit dem alten Premium-Modell zu spalten, versprach man kostenlosen Content-Nachschub. Doch der blieb über weite Strecken einfach aus oder konnte Fans nicht überzeugen. Neue Maps mussten verschoben werden, erschienen in katastrophalem Zustand oder manchmal auch über viele Monate einfach gar nicht.

Firestorm sollte PUBG, Apex Legends & Co. Konkurrenz machen, war aber schon nach ein paar Wochen kaum mehr ein Thema bei Spielern und Entwickler.

Stattdessen wurden mit dem sehr mageren Koop-Modus Combined Arms, dem Battle-Royale-Modus Firestorm und einer weiteren Singleplayer-Episode namens »The Last Tiger« neue Inhalte veröffentlicht, die geradewegs an der Kernzielgruppe von Battlefield vorbei gingen - ein fatales Signal an Spieler, die mit kaputter Waffen-Balance oder mangelndem Map-Nachschub im Multiplayer zu kämpfen hatten.

Quelle: Link

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