Weniger als 1000 Spieler gleichzeitig, das ist der neue Negativrekord von Battlefield 2042 auf Steam. Wie sieht die Zukunft des Shooters aus?

Es ist keine Neuigkeit, dass Battlefield 2042 in den Augen vieler Spieler und wohl auch für den Publisher EA selbst gescheitert ist. Seit dem Release sanken die Spielerzahlen des von technischen und inhaltlichen Problemen geplagten Multiplayer-Shooters konstant, zumindest auf den Plattformen, die diese Daten offenlegen.

Nun wurde ein neuer Tiefpunkt erreicht. Auf Steam tummelten sich mit nur noch 951 Spielern so wenige wie noch nie zuvor auf den virtuellen Schlachtfeldern. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Vergleich mit den internen Vorgängern, denn dadurch werden die Auswirkungen der Spielerdürre verdeutlicht.

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Niedrige Spielerzahlen setzen Teufelskreis in Gang

Das Dilemma von Battlefield 2042 wird von SteamDB erbarmungslos offenbart. Nachdem die Zahlen in den vergangenen Wochen der 1.000er-Marke bereits gefährlich nahe gekommen waren, wurde dieser Wert nun tatsächlich unterboten.

 

Wie ist es um Battlefield 2042 bestellt? SteamDB beantwortet diese Frage nur mit einer Verlaufskurve.

 

Wie aussagekräftig ist Steam als Datenquelle? Wie immer gilt, dass Steam nur eine von vielen Plattformen ist, auf denen ihr Battlefield 2042 spielen könnt. Da es weder zu EAs Origin noch den Konsolenversionen öffentlich einsehbare Zahlen gibt, lässt sich nicht mit hundertprozentiger Gewissheit sagen, wie es um den Shooter bestellt ist. Aufgrund der Popularität von Steam auf dem PC kann man diesen Wert dennoch als relevante Grundlage betrachten.

Auf Steam haben die Zahlen bereits Auswirkungen. Die Spielerknappheit setzt eine Art Teufelskreis in Gang, aus dem sich ein Multiplayer-Titel irgendwann nur noch schwer befreien kann: Je weniger Leute auf dem Server sind, umso schwieriger bekommt man genügend Mitspieler beisammen, um eine Partie wie vorgesehen starten und erleben zu können. Der Anblick der leeren Server schreckt wiederum potenzielle Neueinsteiger ab, wodurch sich an der Situation nichts ändert und die Abwärtsspirale fortschreitet.

Die Enttäuschung über den Zustand von Battlefield 2042 hat auch bereits durchaus humoristische Blüten getrieben.

Vergleich mit Battlefield 4 lässt aufhorchen

Die derzeitige Situation in Battlefield 2042 sieht nicht gerade besser aus, wenn man die Serverliste mit dem neun Jahre älteren Battlefield 4 vergleicht.

Während man in BF2042 bereits Probleme hat, in Spielmodi wie Portal oder Hazard Zone genügend Spieler zu finden, sieht die Situation in BF4 deutlich rosiger aus. Hier kann man aus belebten Servern wählen und sich sofort ins Gefecht stürzen. In beiden Fällen haben wir alle Filter nach bestimmten Spielmodi deaktiviert.

Wie geht es weiter mit Battlefield 2042?

Kurios: Knapp sechs Monate nach Release läuft noch immer die Season 1 in Battlefield 2042. Die verbleibenden Spieler warten sehnsüchtig auf neue Inhalte, weitere Bugfixes und Verbesserungen, die dem Shooter neues Leben einhauchen sollen.

Noch im April soll immerhin ein riesiges Update erscheinen, dass mehrere hundert Änderungen beinhalten soll. Offiziell ist Battlefield 2042 damit also noch immer nicht abgeschrieben worden, was auch gar nicht so einfach möglich wäre. Schließlich hat man vor Release den Käufern der teuren Ultimate Edition den kostenlosen Zugang zu weiteren vier Seasons mitverkauft.

Dennoch verdichten sich die Anzeichen, dass man intern schon eifrig am nächsten Serienteil arbeitet, der die Fehler von Battlefield 2042 nicht wiederholen soll:

Regelmäßiger Nachschub an neuen Inhalten ist nicht nur für Battlefield 2042 ein Problem, sondern auch für andere große Spiele wie Halo: Infinite, Forza Horizon 5 oder Age of Empires 4.

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